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Bewerbungs-Ohnmacht: Diese Tipps helfen in der Phase des Wartens

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Bewerbungs-Ohnmacht: Diese Tipps helfen in der Phase des Wartens

Es gibt Menschen, die sind so was von tiefenentspannt, sogar wenn sie ihren Job verloren haben. Die sich zurücklehnen und sich sagen: „Ich mach jetzt erst mal ein, zwei Monate nix, und dann guck ich, worauf ich Lust habe. Und dann bewerb‘ ich mich so langsam.“ Ich schätze aber, die meisten handhaben das anders. Allein schon aus finanziellen Gründen. Ich jedenfalls bin nicht von dieser Sorte.Ich möchte was tun. Wieder arbeiten und das idealerweise in einem Job, der auch noch Spaß macht. Das Problem an der Sache: Der neue Job fällt in der Regel nicht auf Knopfdruck vom Himmel. Auch nicht, wenn man sich wacker bewirbt. Die Folge: Ich leide relativ schnell unter “Bewerbungs-Ohnmacht”.

Warten auf Rückmeldung: Wenn die Bewerbungs-Ohnmacht zuschlägt

Wenn die Bewerbung abgeschickt ist, beginnt der vermutlich härteste Teil. Geduld haben. Abwarten. Das dauert und dauert … Oft stellt sich dann ein Gefühl der Ohnmacht und des Ausgeliefertseins sein. Vielleicht gesellt sich auch ein bisschen Wut hinzu. Über das Ex-Unternehmen und die Gründe, warum man auseinander gegangen ist. Oder über das Unternehmen, bei du dich beworben hast. „Können Personaler sich denn gar nicht in mit hineinversetzen? Warum halten die mich so lange hin?“ Aber es ist eben nicht der Job von Personalern ist, dich glücklich zu machen. Die setzen andere Schwerpunkte … 😉

All dies kann die Wartezeit unerträglich machen. Diese vier Tipps sollen der Bewerbungs-Ohnmacht vorbeugen. Oder sie wenigstens leichter machen. Bei mir hat es jedenfalls geklappt.

1. Aktivitäten-Liste erstellen

Schreib auf, was du in Sachen Bewerbung gemacht hast und zu welchem Zeitpunkt. Erfasse alles. Analog auf Papier, in einem Kalender, einem Word-Dokument oder einer Excel-Tabelle. Das ist wichtig, wenn es ums Nachhaken geht.

2. Nachfassen – aber nicht zu früh

Erfrage den Stand der Dinge. Aber Vorsicht: Nicht zu früh nachhaken! Du solltest deshalb in deiner Aktivitäten-Liste auch eine Spalte einplanen, in der du notierst, wann du bei einem Unternehmen frühestens nachfragen kannst. Drei bis vier Wochen sind eine gute Zeitspanne. Berücksichtige dabei aber unbedingt Bewerbungsfristen.

Wenn die zum Beispiel bei Ende April lag, du dich aber bereits Anfang April beworben hast, musst du natürlich vom Ende der Bewerbungsfrist an rechnen. Du solltest also unbedingt eine Spalte einplanen, in der du Abgabefristen eingeträgst, damit du nicht vorschnell lossprintest. In einer weiteren Spalte hältst du fest, wann du die Bewerbung rausgeschickt hast.

Wenn du zu früh nachhakst, wirkt das beim Unternehmen schnell ungeduldig. Und die kann negativ – weil verzweifelt – anmuten. Ich habe festgestellt, dass man das Zeitgefühl verliert, wenn die einzige Tätigkeit die Jobsuche ist.

Natürlich ist die Ungeduld verständlich. Schließlich schwirrt die Bewerbung nach dieser Zeitrechnung schon drei ganze Wochen durchs Orbit. Aber eben nur für dich. Beim Unternehmen liegt sie gerade erst seit einer Woche vor. Also, Ruhe bewahren!

Auf Karrierebibel (meiner absoluten Lieblingsseite rund ums Thema Bewerbung) habe ich übrigens einen Artikel zum Thema Nachfassen gefunden. Da gibt es auch noch gute Tipps. Sehr lesenswert.

3. Rübe frei kriegen

Immer nur Bewerben, Suchen, Anschreiben optimieren? Davon wird man auf Dauer ganz kirre. Wichtig in dieser Phase: Mach etwas, was dir gut tut. Hat es mit Sport oder Bewegung zu tun? Dann nichts wie raus – in den Wald oder ins Fitnessstudio. Vor allem, wenn sich der Kopf mit kaum etwas anderem beschäftigt als mit der Jobsuche, wirkt Bewegung Wunder. Manchmal reicht es auch schon, andere Menschen zu sehen, zum Beispiel im Supermarkt oder im Café. Mach das! Zwing dich zur Not. Es ist wichtig und gut gegen Bewerbungs-Ohnmacht.

Oder tu das, was ich gerade mache: Schreiben. Es sortiert die Gedanken. Und hat gleichzeitig den Effekt eines Ventils, über das du Druck, Stress, Wut rauslassen kannst. So schaffst du wieder Platz auf deiner Festplatte, da du bedrückende Gedanken, die dir Energie rauben, loslassen kannst.

4. Immer weiter bewerben

Wie heißt es oft: Stillstand ist Rückschritt? Das ist auch in diesem Fall so. Auch eine Einladung zu einem Telefoninterview oder gar einem persönlichen Gespräch heißt nicht, dass du jetzt die Motoren stoppen solltest. Noch ist der Sack nicht zu … Also immer schön weiter bewerben!

Zudem hat es zwei schöne Nebeneffekte gegen Bewerbungs-Ohnmacht:

  • Du bist beschäftigt. Und zwar nicht nur zu dem Zweck, die Zeit rumzukriegen. Du widmest dich damit einer Tätigkeit, die deinen Blick nach vorne richten. Die auf die Zukunft ausgerichtet ist. Gerade in Zeiten, in denen man vielleicht mit seinem Status hadert, wendet man oft den Blick nach hinten mir Fragen wie „Warum gerade ich? Es war doch so schön in meinem alten Job“ Oder genau umgekehrt: „Gut, dass der Sch… vorbei ist.“ In jedem Fall liegt der Fokus der Gedanken in der Vergangenheit. Beim Bewerben aber richten wir den Blick nach vorne auf das, was (hoffentlich bald) kommt.
  • Die Chance, eine Stelle zu finden, steigt mit jeder Bewerbung. Rein statistisch gesehen. Das weiß sogar ich, die im Mathe-Abi ziemlich – aber lassen wir das … 😉 Wie auch immer: Auch Nicht-Statistiker erahnen, dass mit jedem Schreiben, mit jeder Bewerbung die Wahrscheinlichkeit steigt, einen Treffer zu landen. Letztlich muss ja nur EINE STELLE passen. Nur eine einzige. Das kriegen wir doch hin, oder?

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