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Das sollte dich im Bewerbungsgespräch stutzig machen

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Das sollte dich im Bewerbungsgespräch stutzig machen

Einen neuen Job zu finden, ist nicht leicht. Nicht nur in Corona-Zeiten. Umso schöner, wenn auf das Bewerbungsschreiben nicht nur die obligatorische Eingangsbestätigung kommt sowie der Hinweis, dass das Sichten der Unterlagen noch einige Zeit in Anspruch nehmen wird, sondern eine Einladung zum Bewerbungsgespräch. Klar, dass Du Dich freust. Schließlich bist du einen weiteren Schritt näher an Deinen (eventuellen) Traumjob. Du hast die erste Hürde genommen.

Aber, gemach: 1. Hast Du den Job noch nicht. Und 2. Gibt es Anzeichen, bei denen Du im Vorstellungsgespräch hellhörig werden solltest. Die nichts Gutes verheißen könnten. Diese vier Punkte könnten ein Zeichen dafür sein.

So tappst du im Bewerbungsgespräch nicht in die Falle

 1. Deine Unternehmens-Gesprächspartner reden mehr als du

Selbst schon erlebt: Da sitzt man und erzählt. Doch plötzlich driftet das Bewerbungsgespräch zwischen Personaler, künftiger Führungskraft und dem Bewerber mehr und mehr in Richtung Plauderstündchen ab.

Ist zwar erst mal nett, weil es die Gesprächsatmosphäre auflockert. Wenn es aber dabei bleibt, Plaudereien statt der typischen Bewerbungsfragen überwiegen und es nicht ansatzweise in die Tiefe geht, dann ist das merkwürdig. Spätestens wenn man sich als Bewerber fragt: Sollte ich nicht auch mal was von mir erzählen? Dann herrscht Alarmstufe Dunkel-Orange.

2. Die Aufgaben aus der Stellenbeschreibung ändern sich im Gespräch

Achtung, Wundertüte: Im Bewerbungsgespräch werden die künftigen Aufgaben nicht klar umrissen oder – was noch schlimmer ist – sie weichen von denen aus der Ausschreibung ab. Klar, auch ein Unternehmen, ebenso wie du, möchte sich gut „verkaufen“ und variiert deshalb vielleicht mal hier und da. Aber wenn deine künftige Führungskraft nicht glasklar erklären kann, was auf dich zukommt: Pass auf, da stimmt was nicht!

Wenn ein Unternehmen keinen wirklichen Plan zu haben scheint, was es möchte, könnten Umstrukturierungen dahinter stecken. Klar, dass man in einem solchen Prozess Aufgaben nicht so präzise definieren kann wie wenn eine freigewordene Stelle in einem alteingesessenen Team nachbesetzt werden soll. Das Unternehmen hätte von dir gerne von allem ein bisschen. Die berühmte eierlegende Wollmilchsau. Du kannst nicht sicher sein, dass das, worauf du dich beworben hast, auch das ist, womit du dich später beschäftigen wirst.

3. Man sagt Dir: „Sie haben hier völligen Freiraum für Kreativität und können sich richtig ausleben“

Klingt auf den ersten Blick zu schön um wahr zu sein. Eine wahre Spielwiese, auf der man nach Herzenslust seine Fähigkeiten ausleben und einbringen kann. Wo man ausprobieren und mal was kaputt machen kann, ohne dass einer schimpft. Wo man so richtig zeigen kann, was man drauf hat.

Könnte aber in Wahrheit heißen: In deiner künftigen Abteilung herrscht Anarchie. Das pure Chaos. Es gibt keinerlei Strukturen. Außer denen, die Du Dir dann selbst auf die Schnelle zusammenpuzzelst. Oft fällt in solchen Fällen auch eine gründliche Einarbeitung weg. Worin auch – wenn deine Abteilung oder deine Teamleitung selbst nicht weiß, wohin die Reise geht? Also auch hier: Obacht!

Tipp: Bei der Führungskraft schon im Bewerbungsgespräch nachhaken. Welches Konzept hat er? Wie begleitet er dich in diesem „Freiraum“? Gibt er dir Hinweise und leitet dich in eine bestimmte Richtung? Oder erhofft er sich von dir sogar Lösungen und Konzepte, die er selbst nicht hat?

4. Es gibt keine zweite Runde

Auch hier nur nicht zu früh freuen! Was zunächst aussieht wie eine Easy Peasy-Nummer, sollte dich stutzig machen. Wieso geht das so leicht? Warum werde ich direkt nach dem ersten und einzigen Gespräch durchgewunken zur Vertragsunterzeichnung? Wieso gibt es nicht die Möglichkeit, sich in einem zweiten Gespräch noch mal gegenseitig zu beschnuppern?

Du kannst dir die Sache schönreden, nach dem Motto: Weil ich eingeschlagen habe wie eine Bombe. Da brauchen die keinen zweiten Blick mehr. Aber die Wahrheit könnte sein: Zu leicht ist nicht ganz koscher. Ein Unternehmen, das keinen zweiten Eindruck gewinnen möchte, scheint echt unter Druck zu haben. Und das hat einen Grund – und meist keinen guten.

Deshalb solltest du im Vorstellungsgespräch die richtigen Fragen stellen.

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