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Vorstellungsgespräch: Diese Fragen solltest du stellen

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Vorstellungsgespräch: Diese Fragen solltest du stellen

Du hast dich auf eine Stelle beworben und eine Einladung zum Vorstellungsgespräch bekommen? Hut ab! Darauf kannst du schon mal stolz sein. Denn auch das ist nicht gerade einfach. Jeder von uns, der auf Jobsuche ist,  hat es schon erlebt: Wie oft bewirbt man sich auf eine Stelle, von der man denkt: Wow, das bin ja ICH! Alles passt. Ich bin die perfekte Besetzung. Und dann die Ernüchterung: Man wird noch nicht mal zum Vorstellungsgespräch eingeladen.

Sechs Tipps: Mut zur Frage

Aber du – du hast es geschafft. Bei allem Optimismus gibt es aber ein paar Dinge, die du auf dem Schirm haben solltest. Dazu gehört, die richtigen Fragen zu stellen. Diese sechs Fragen sollten dabei sein:

Frage 1: Neue Stelle geschaffen oder Nachfolger gesucht?

Falls es Letzteres ist und ihr die Nachfolge von jemandem antretet, solltet ihr nachhaken. Was ist mit dem Vorgänger passiert? Wieso ist er nicht mehr im Unternehmen?

Falls die Stelle neu geschaffen wird, erfrage den Grund. Wie sieht der „Plan“ des Unternehmens aus? Wie sind die Erwartungshaltungen? Was wissen sie über deine Tätigkeit? Beispiel: „Content Manager“. Das kann für alles und nichts stehen. Manchmal liegt der Fokus auf Themenerstellung und Einbindung ins CMS. Der Schwerpunkt liegt dann eher im Operativ-Redaktionellen. Manchmal geht es aber auch mehr ins Technische. Oder in Richtung Marketing.

Um das rauszufinden, gehe nicht über Los, ziehe nicht 200 Euro ein, sondern wandere gleich weiter zu Frage 2.

Frage 2: In welcher Abteilung ist die Position angesiedelt?

Klingt auf den ersten Blick vielleicht überflüssig. Schließlich weiß man doch, worauf man sich beworben hat. Wenn du die Frage, in welcher Abteilung du genau arbeitest, nämlich nicht stellst, kann es durchaus passieren, dass du denkst, du  landest in der Unternehmenskommunikation und – schwupps – hängst du im Vertrieb. Soll alles schon vorgekommen sein … 😉

Deshalb kann die Antwort darauf entscheidend sein. Und führt zu Frage 3.

Frage 3: Wird in dem Unternehmen gerade umstrukturiert?

Alarmstufe Rot, wenn zufällig gerade die Abteilung auf links gedreht wird, in der du künftig arbeiten solltest. Oft ist dem Unternehmen selbst nicht klar, welche Aufgaben im Zuge einer Umstrukturierung wo angesiedelt sein werden. Es wird ausprobiert, hin und hergeschoben. Außerdem könnte es einhergehen mit Machtkämpfen unter den Führungskräften. Da bleiben neue eingestellte Kollegen gerne mal auf der Strecke.

Frage 4: Wie und von wem werde ich eingearbeitet?

Eigentlich ist die Frage der Einarbeitung auch eine aus der Rubrik „Eigentlich selbstverständlich.” Ist aber oft nicht so. Zumindest dann nicht, wenn Frage 3 mit Ja beantwortet wurde.

Deshalb stelle sie unbedingt. Anhand der Antwort bekommst du einen ersten Hinweis darauf, ob eine Umstrukturierung im Gange ist. Falls dem so ist, hake nach, wie genau der Plan des Unternehmens aussieht. Gibt es einen Plan, der lediglich umgesetzt werden muss? Dann Gratulation: Du kannst Teil von etwas Großem, Neuen werden.

Oder wirkt es auf dich so, als sei Umstrukturierung eher ein Anzeichen dafür, dass eben jener Plan fehlt? Dass das Unternehmen mangels Visionen einfach mal nach dem “Trial and Error”-Prinzip verfährt, bis es seinen Weg gefunden hat? Dann fällt die Einarbeitung vermutlich eher dünn aus. Gerade, wenn noch nicht klar, wohin die Reise gehen soll, solltest du lieber die Finger von dem Job lassen.

Woran du einen fehlenden Plan erkennen kannst? Hüpf zu Frage 5. Die könnte dir weiterhelfen.

Frage 5: Was heißt “Team”: direkte Fachkollegen oder ein Haufen Einzelkämpfer?

Frage nach, ob du direkte „Sparringspartner“ hast. Also Kollegen, die fachlich das gleiche machen wie du. Die du im Krankheitsfall oder bei Urlaub vertreten könntest, oder die dich vertreten. Manchmal entpuppt sich das „Team“ nämlich als eine Art Mogelpackung. Dann nämlich, wenn jeder unterschiedliche Aufgaben wahrnimmt. Wenn eben keiner den anderen vertreten kann.

Gibt es also Kollegen im Team, mit denen du dich fachlich austauschen kannst? Oder bist du schlussendlich nur Einzelkämpfer Nr. X?

Frage 6: Last not least: Chef-Sache

Ist deine Führungskraft schon länger im Unternehmen? Was hat sie dort bislang gemacht? Oder ist sie gar selbst gerade neu eingestellt worden? Falls er oder sie noch ganz frisch im Unternehmen ist, werden sie die Zusammenhänge vielleicht noch nicht so verinnerlicht haben wie jemand, der schon ein paar Jahre im Unternehmen ist.

Meine Erfahrung: Wenn deine künftige Führungskraft im Vorstellungsgespräch mehr redet als du und dir erklärt, dass du ALLES machen und selbst gestalten kannst, dann ist Vorsicht geboten. Denn dann scheint es keinen wirklichen Plan zu geben. Außerdem, wer will schon alles machen …? Klare Leitplanken sind wichtig.

Eine gute Gegenfrage wäre dann: „Welche Vorstellungen haben Sie konkret?“ „Was haben Sie davon schon umsetzen können?“ oder Ähnliches. In welchen Situationen im Vorstellungsgespräch du hellhörig werden solltest, kannst du in diesem Beitrag nachlesen.

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